Besuch in der Gedenkstätte Wewelsburg-KZ Niederhagen

18.12.2019

Besuch in der Gedenkstätte Wewelsburg-KZ Niederhagen

Am 17. Dezember besuchten die Klassen 10c und 10h bei ungewöhnlich mildem Wetter das ehemalige KZ Niederhagen nahe der Wewelsburg und er-hielten Einblicke in das menschenverachtende Zwangsarbeiter- und Terror-system der SS im Zweiten Weltkrieg.

Unsere Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass von 1941 bis zur Befreiung am 02. April 1945 4000 Häftlinge, die für Heinrich Himmler, den „Reichsführer SS“, einen gigantischen Weiheort der SS, den „Mittelpunkt der Welt“, erbauen sollten, hier die Hölle erlebten. 1285 Menschen starben an der brutalen Zwangsarbeit im Steinbruch, an Hunger, Kälte und Folter. Im Lagergefängnis wurden außerdem 56 Menschen, auch Frauen und Kinder, auf Befehl Himmlers hingerichtet. Besonders erschütterte unsere Schülerinnen und Schüler das Schicksal des jüdischen Jungen Günther Ransenberg aus Arnsberg, der es gewagt hatte, ein „arisches“ Mädchen mit einem Schneeball zu bewerfen. Nachdem das Mädchen ihrem Vater, einem SS-Obersturmführer, von dem Vorfall berichtet hatte, wurde Günther verhaftet, von der Gestapo nach Niederhagen gebracht und am 15. April 1942 wegen „Rassenschande“ erhängt.
Vom ehemaligen KZ ist heute nicht mehr viel zu sehen. Außer einem un-scheinbaren Denkmal auf dem ehemaligen Appellplatz und dem Torhaus des Lagers, das heute als Wohnhaus genutzt wird, steht nur noch die ehemalige Lagerküche, heute das Feuerwehrhaus von Wewelsburg.
Als gegen 13.00 Uhr der Besuch endete, war für unsere Schülerinnen und Schüler klar, dass der nationalsozialistische Terror nicht irgendwo weit weg in Buchenwald, Dachau oder Auschwitz stattfand, sondern auch direkt bei uns vor der Haustür. Die Wewelsburg und die Gedenkstätte Niederhagen sind für uns eine Mahnung und Warnung der Geschichte, dass Hass und Menschenverachtung nie wieder die Oberhand gewinnen dürfen. In einer Schulausstellung wird die 10h zum Holocaust-Gedenktag, ab dem 27. Ja-nuar 2020, alle Interessierte über die Terrorzeit im KZ Niederhagen informie-ren und dabei ihre Erkundungsergebnisse vorstellen.

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